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Cyclocross – Was ist das?

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Cyclocross – was ist das?

Jedes Jahr im Herbst startet eine neue Fahrradsaison. Wenn das Wetter nass und kühl wird, beginnt für manchen Radfahrer die schönste Jahreszeit, die Crosser-Saison. Ganzjahresradler steigen jetzt um, vom Rennrad und Mountainbike auf ihr Cyclocross-Bike. Und was ist hierbei das Besondere? Auf Deutsch gesagt ist so ein Rad ganz einfach ein Querfeldeinrad. Seine besondere Konstruktion ermöglicht sowohl Fahrten quer durchs Gelände wie auch Touren auf befestigten Straßen. Nur wenigen Eingeweihten und Fans der Räder ist bekannt, dass ein Cyclocross keine Erfindung der Neuzeit ist. Schon vor mehr als 100 Jahren wurden die ersten Räder dieses Typs in den USA zusammengebaut und für Rennen auf Rundkursen genutzt.

Ein Blick zurück – die Geschichte

Cyclocross - Was ist das?

Anfang des letzten Jahrhunderts waren Radrennfahrer in den USA im Winter regelmäßig zu einer Zwangspause verdammt. Mit den damals schon sehr schmalen Reifen ihrer Rennräder waren schnelle Fahrten auf nassen, matschigen und manchmal verschneiten Straßen so gut wie unmöglich. Ein paar rastlose Radsportler machten sich daher auf die Suche nach einer alternativen Trainingsmöglichkeit für den Winter. Aus einem alten Rennradrahmen, breiten Reifen mit Profil und anderen Bremsen entstand schließlich irgendwo in einer heute nicht mehr bekannten Werkstatt das erste Cyclocross.
Schon bald danach, in den 1920er Jahren, wurden in den USA die ersten Wettkämpfe mit dem neuen Fahrradtyp ausgetragen. In den 1960er und 1970er waren in Deutschland nationale und internationale Meisterschaften mit den damals sehr populären Cyclocrossern für viele Tausend Fans Höhepunkte im Sportkalender. Die Rennen wurden auf eigens eingerichteten Rundkursen ausgetragen. Seit Anfang der 1980er Jahre ist es ruhig geworden um die Querfeldeinräder, zumindest in Deutschland. In Belgien und den Niederlanden ziehen die Cyclocross Rennen nach wie vor regelmäßig Tausende Zuschauer in ihren Bann.

Cyclocross, Rennrad und Mountainbike – wo liegen die Unterschiede

Ein Cyclocross sieht heute fast noch genauso aus wie damals in den ersten Tagen. Im Grunde sind sie Rennräder mit breiten Reifen und verraten damit ihren Ursprung. Obwohl sie als Vorläufer der Mountainbikes gelten, ist ein modernes Cyclocross heute eine Mischung aus Rennrad und Mountainbike. Wobei ein Cyclocross mehr Gemeinsamkeiten mit einem Rennrad als mit einem Mountainbike aufweist. Der Rahmen eines Cyclocross ist dem eines Rennrades nach wie vor sehr ähnlich. Der Rahmen ist allerdings in der Regel etwas kürzer. Die Gabel ist zudem breiter und robuster, ebenso der Hinterbau. Als Rahmenmaterial werden meist Alu oder Karbon verwendet. Wie ein Rennrad hat auch ein Cyclocross keine Federung. Die Reifen haben ein Durchmesser von rund 30mm und sind ähnlich profiliert, wie die Reifen eines Mountainbikes. Moderne 11-fach Schaltungen und Scheibenbremsen sorgen für Vortrieb und einen sichere Verzögerung. Felgenbremsen werden bei einem Cyclocross seltener eingesetzt.
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In unserem nächsten Beitrag widmen wir uns dann der Besonderheiten bei der Fahrradpflege eines solchen Cyclocrosser. Offensichtlich bedarf es hier natürlich stärkerer Reinigungskräfte als bei einem normalen Rennrad.

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