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Wirksame Maßnahmen zum Korrosionsschutz

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Eine Frage ganz zu Anfang – Was ist Korrosion?

Korrosion entsteht, wenn sich das Material beispielsweise der Karosserie durch Umweltfaktoren verschlechtert. Hierbei handelt es sich um einen natürlichen Prozess, der entsteht, wenn drei Faktoren erfüllt oder vorhanden sind:

  • Das Vorhandensein von Feuchtigkeit
  • Eine Metalloberfläche
  • Oxidationsmittel (auch Elektronenakzeptor genannt)

Durch diesen Prozess wird das Metall je nach Material in eines seiner Salze, d.h. Oxide, Hydroxide oder Sulfide umgewandelt. Das Metall selbst ist chemisch instabil, sein Salz hingegen ist stabil. Eine der häufigsten Formen der Korrosion ist das Rosten. Wenn Eisen rostet, bildet sich eine rötliche, schuppige Substanz, die man Eisenoxid nennt.

 

Auswirkungen auf das Metall

Korrosion schädigt Eisen auf eine Vielzahl verschiedener Wege. Wenn Metallstrukturen korrodieren, wird Ihre Integrität angegriffen und sie werden anfälliger für den Zerfall des Materials. Hat sich die Korrosion einmal gebildet, kann sie sich extrem schnell ausbreiten. Deshalb ist es wichtig wachsam zu sein und von Beginn an für den richtigen Korrosionsschutz zu sorgen.

 

Die richtigen Methoden für einen einwandfreien Korrosionsschutz

Nachfolgend finden Sie gängige Verfahren zum Korrosionsschutz.

Auswahl des verwendeten Metalls

Eine einfache Maßnahmen für einen geeigneten Korrosionsschutz ist die Verwendung eines korrosionsbeständigen Metalls. Aluminium und Edelstahl sind hierfür typische Beispiele und am besten geeignet.

Schutzbeschichtung

Eine kostengünstige Methode für einen Korrosionsschutz ist das Auftragen einer Lackschicht. Der Lack dient als Barriere zwischen dem Metall und den einwirkenden Faktoren. So verhindert es den Fluss elektrochemischer Ladungen zwischen den beiden Elementen, die zusammen Korrosion verursachen.

Pulverbeschichtungen sind auch relativ kostengünstige Lösungen für den Korrosionsschutz. Hierfür verwenden Sie ein trockenes Pulver, um die Oberfläche des Metalls zu beschichten. Anschließend erwärmen Sie das Metall, wodurch das Pulver mit dem Metall zu einer gleichmäßigen Beschichtung verschmilzt. Gängige Pulverzusammensetzungen, die Sie verwenden können, sind Polyester, Nylon, Urethan, Epoxy und Acryl.

Korrosionsschutz durch Kontrolle der Umgebungsbedingungen

Korrosion ist das Resultat einer chemischen Reaktion zwischen Metall und verschiedenen Gasen in der Umgebung. Wenn Sie aber das Vorhandensein dieser Gase in der Umgebung kontrollieren können, können Sie auch das Auftreten der Reaktion kontrollieren. Einfache Maßnahmen in diesem Zusammenhang sind die Reduzierung der Aussetzung gegenüber Regen oder Luftfeuchtigkeit. Aufwändigere Maßnahmen wären die Kontrolle des Schwefel-/Sauerstoff-/Chlorgehalts in der Umwelt.

Ein Beispiel für eine komplexe Maßnahme ist das Aufkochen von Wasser mit Enthärtern, das in Wasserkesseln vorhanden ist. Enthärter entfernen das Kalzium und Magnesium im Wasser, welche hochreaktive Metalle sind, die das Korrosionspotenzial erhöhen. Darüber hinaus helfen Enthärter auch bei der Steuerung des Sauerstoffgehalts und der Alkalität des Wassers. So kann ein geeigneter Korrosionsschutz gewährleistet werden.

Abbaubeschichtung

Der Korrosionsschutz entsteht hierbei, indem Sie die Oberfläche des Metalls mit einem anderen Metall beschichten. Wichtig dabei ist, dass Sie ein Metall mit einem vergleichsweise höheren oder niedrigeren Oxidationspotenzial verwenden. Abbaubeschichtungen sind in zwei verschiedenen Arten vorhanden, als anodischer Schutz oder kathodischer Schutz.

Anodischer Schutz

Beim anodischen Schutz wird zum Korrosionsschutz die zu schützende Oberfläche mit einem weniger reaktiven Metall (z. B. Zinn) beschichtet. Zinn zum Beispiel ist weitaus weniger anfällig für Korrosion. Die Oberfläche, auf die es aufgetragen wird, ist dadurch solange geschützt, wie die Beschichtung vorhanden ist. Die Bezeichnung „Anodischer Schutze“ kommt daher, dass die zu schützende Metalloberfläche bei diesem Prozess zu einer Anode wird.

Es dient z. B. dem Korrosionsschutz von Lagertanks aus Kohlenstoffstahl, die man zur Lagerung von fünfzig Prozent Natronlauge und Schwefelsäure verwenden kann. Den kathodische Schutz kann man in einer solchen Umgebung nicht anwenden, da die aktuellen Anforderungen dafür extrem hoch wären.

Kathodischer Schutz

Das Auftragen einer Zinkschicht auf eine Oberfläche aus Eisenlegierungsstahl ist ein häufiges Beispiel für den kathodischen Schutz. Dieser Prozess wird auch als Verzinkung bezeichnet. Da Zink reaktiver ist als Stahl korrodiert es. Es oxidiert, wodurch man einen Korrosionsschutz des Stahls ermöglichen kann. Die Bezeichnung „Kathodischen Schutz“ bedeutet, dass die zu schützende Metalloberfläche bei diesem Prozess zu einer Kathode wird.

Der kathodische Schutz wird häufig zum Schutz von Stahlrohrleitungen, die Kraftstoff oder Wasser transportieren, von Schiffsrümpfen, Warmwasserbereitertanks und Offshore-Ölplattformen eingesetzt.

 

Wirksame Maßnahmen zum Korrosionsschutz

 

Konstruktionsänderung

Eine passive Maßnahme für Korrosionsschutz ist die korrosionshemmende Gestaltung von Strukturen, die die Langlebig- und Haltbarkeit aller Beschichtungen erhöht. Im Idealfall sollten die Konstruktionen so ausgelegt sein, dass das Eindringen von Wasser und Staub nicht möglich ist. Schließlich sollte der Entwurf sicherstellen, dass die betreffende Struktur für die Durchführung regelmäßiger Wartungsarbeiten zugänglich ist.

Korrosionsschutzmittel

Eine weitere Methode zum Korrosionsschutz ist der Einsatz von Korrosionsinhibitoren. Hierbei handelt es sich um Chemikalien, die entweder mit der Metalloberfläche oder Gasen in der Umgebung reagieren. Ziel ist es dabei, die chemischen Reaktionen, die entstehen und Korrosion verursachen, zu „hemmen“. Die Inhibitoren verwendet man, um die Metalloberfläche mit einem Schutzfilm zu beschichten. Es gibt zwei Formen, bei denen man die Inhibitorchemikalien anwenden kann. Dabei kann man sie mit einem geeigneten Lösungsmittel mischen; die entstehende Lösung wird anschließend aufgetragen. Oder sie können mit Hilfe gängiger Dispersionsverfahren als Schutzschicht aufgetragen werden. Der Prozess, bei dem Korrosionsinhibitoren eingesetzt werden, wird als Passivierung bezeichnet.

Passivierung

Bei diesem Prozess verwendet man ein Schutzmaterial (meist eine Art Metalloxid), um eine Schicht über der Metalloberfläche zu bilden. Diese Schicht ist das, was der Oberfläche Korrosionsschutz bietet. Zu den hier beeinflussenden Faktoren, gehören die Umgebungstemperatur, der pH-Wert der Umgebung und die chemische Zusammensetzung der umgebenden Atmosphäre. Ein weiterer Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, dass sich auf der, auf der Oberfläche aufgetragenen Schicht, eine Patina bildet. Dadurch wird die Struktur im Laufe der Zeit schöner. Dies ist etwas, das man auf Dächern mit Kupferziegeln sehen kann. Ein weiteres Beispiel für den Passivierungsprozess ist die Farbe der Freiheitsstatue. Über der Struktur hat sich eine blaugrüne Patina entwickelt, die als Korrosionsbarriere für das darunterliegende Kupfer dient. Korrosionsschutzmittel werden in der Regel in chemischen Produktionsbetrieben, Erdölraffinerien und Wasseraufbereitungsanlagen eingesetzt.

Ein sofortiger Schritt, den Sie unternehmen können, ist die Verwendung des WD-40 Multifunktionsprodukts. Das Spray ist in der Lage, Metallteile für einen gewissen Zeitraum vor Korrosionsbefall zu schützen. Die regelmäßige Anwendung von WD-40 kann Metallteile langfristiog schützen.

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