Sina Müller
Ein wichtiger Bestandteil jeder Wartung ist es, den Motorradvergaser zu reinigen. Dies sollte man erledigen, sobald er nicht rund läuft, nach einer bestimmten Anzahl von Kilometern oder zu Beginn der Saison. Der Motorradvergaser ist das Herzstück, um das sich alles andere dreht. Es ist jedoch auch ein sehr anspruchsvolles Bauteil, das aus vielen Komponenten, mit unterschiedlichen Funktionen, besteht. Einige Teile sind unterschiedlich einzustellen, um das Luft/Benzin-Verhältnis zu ändern oder den Motor kalt, maximal oder minimal laufen zu lassen. Jeder Motorradhersteller baut andere Arten Vergaser in seine Modelle ein.
Diese Vergaser können sich stark voneinander unterscheiden, auch wenn sie das gleiche Funktionsprinzip haben. Bei den Wartungs- und Reinigungsarbeiten am Vergaser ist es wichtig, die Kalibrierung an Düsen und Lufteinlässen nicht zu beschädigen. Auch auf die richtige Minimum/Maximum Einstellung der Zufuhr ist zu achten. Deshalb ist es unerlässlich vor Wartungsarbeiten am Motorradvergaser das Wartungs- und Benutzerhandbuch zu lesen.
Einen Schraubenzieher
Eine feine Zange
Einen feinen Stahldraht
Bevor man damit beginnt den Motorradvergaser zu reinigen, ist es wichtig das Motorrad gründlich zu waschen. So lässt sich vermeiden, dass Schlamm, Sand und Asphaltreste in das Innere des Vergasers gelangen und Schäden verursachen. Je nach Motorradkarosserie ist es oft notwendig, Schutzverkleidungen zu demontieren, um an den Vergaser zu gelangen und daran zu arbeiten. Nach dem Reinigen des Motorradvergasers ist es wichtig diesen gründlich zu trocknen. Für die Reinigung des Motorrads eignet sich WD-40 SPECIALIST MOTORBIKE Komplettreiniger. Eine Anleitung für die komplette Reinigung des Motorrads bietet dieser Beitrag.
Der Vergaser ist mit dem Kolbenkopf, dem Luftfilter, der Drosselklappen-/Luft-Zugstange und dem vom Tank kommenden Benzinschlauch verbunden. Um den Motorradvergaser zu reinigen, sind zunächst die Schrauben, die den zu entfernenden Luftfilter befestigen, zu lösen. Da der Filter viele verschiedene Komponenten enthält, ist er sorgfältig zu behandeln. Einige Modelle lassen sich waschen und durch ausblasen reinigen, andere jedoch nicht. Ist dies der Fall, ist der Vergaser unbedingt zu ersetzen. Es ist außerdem hilfreich den Vergaser mit WD-40 Multifunktionsprodukt einzusprühen. Sollte dieser festsitzen fällt anschließend auch die Demontage einfacher.
Um den Motorradvergaser zu reinigen, muss dieser frei zugänglich sein. Der Benzinschlauch ist durch eine Metall- oder Kunststoffschelle fest mit dem Vergaser verbunden. Nachdem das Zufuhrventil am Tankausgang geschlossen ist, drückt man mit einer Zange auf die Laschen der Clips. So lässt sich der Schlauch vom Vergaser abziehen. Das Kabel, das vom Gasgriff und (falls vorhanden) vom automatischen Luftsteuersystem kommt, ist ebenfalls von der Vergaser-Drosselklappensteuerung zu trennen. Der Benzineinlass in den Vergaser ist oft mit einem kleinen Kraftstofffilter versehen, den man ebenfalls untersuchen und reinigen muss.
Der Vergaser ist über verschiedene Systeme mit dem Motor verbunden. Eine der gebräuchlichsten Varianten ist eine Hülse aus Kunststoff oder Gummi. Diese ist am Vergaserausgang eingesetzt und mit der Öffnung des Motorkopfes verbunden, wo sie mit einem Metallband befestigt ist. Durch das Lösen dieses Bandes lässt sich der Vergaser abklemmen. Oftmals ist er mit Stehbolzen am Zylinderkopf befestigt. Wenn Stehbolzen vorhanden sind, kann ein wenig WD-40 Multifunktionsprodukt helfen, um sie zu lösen. Nun kann man den Motorradvergaser aus seinem Sitz herausziehen, um ihn weiter zu reinigen.
Als Erstes ist der Zustand der Dichtungen zu überprüfen. Diese liegen an der Verbindung des Zylinders und zwischen Vergaser und Luftfilter. Der Zustand ist sehr wichtig, da Risse oder Brüche zu Fehlfunktionen führen oder dem Motor schaden können. Sind die Dichtungen überprüft und gegebenenfalls gewechselt, entfernt man den Benzintank. Hierfür ist die untere Schraube, die ihn fixiert, abzuschrauben. Bei diesem Schritt ist darauf zu achten, dass über einem Behälter zu arbeiten ist, um Verschmutzungen direkt aufzufangen. Der Boden des Tanks ist oft durch Ablagerungen verschmutzt. Der nun gut sichtbare Schwimmer lässt sich einfach entfernen. Dafür löst man die kleine Stahlachse, an der er sich dreht, und auch den mit dem Schwimmer verbundenen Stift. Auch die Dichtung der Wanne sing zu überprüfen und gegebenenfalls auszutauschen. Nun legt man alles in einen Behälter und sprüht diese mit ausreichend WD-40 Multifunktionsprodukt ein. So lassen sich alle Komponenten des Motorradvergaser optimal durchdringen und reinigen.
Der Vergaser verfügt über Spritzdüsen, einstellbare Luftdüsen und Pumpinjektoren. Sollte man sich damit nicht ausreichend auskennen, kann man die Komponenten an ihrem Platz lassen und mit Druckluft ausblasen. Hat man jedoch ausreichen Erfahrung, ist es empfehlenswert, den Motorradvergaser zum Reinigen komplett zu zerlegen. Nun lassen sich alle Komponenten problemlos säubern. Das Vergasergehäuse lässt sich ebenfalls mit ein wenig WD-40 SPECIALIST Universalreiniger oder WD-40 Multifunktionsprodukt reinigen.
Sobald man den Motorradvergaser komplett reinigen konnte, ist er gründlich abzutrocknen und zusammenzubauen. Am einfachsten ist es, die Bauteile in umgedrehter Reihenfolge, in der man sie ausgebaut hat, wieder zusammenzusetzen. Die Anschlüsse lassen sich für einen besseren Schutz und eine längere Haltbarkeit mit etwas WD-40 SPECIALIST PTFE Trockenschmierspray schützen.
Haftungsausschluss
Die für das WD-40 Multifunktionsprodukt dargestellten und beschriebenen Anwendungen wurden der WD-40 Company von den Anwendern selbst zur Verfügung gestellt. Diese Verwendungen wurden nicht von der WD-40 Company getestet und stellen keine Empfehlung für eine Verwendung durch die WD-40 Company dar. Bei der Verwendung von Produkten der Firma WD-40 sollte der gesunde Menschenverstand eingesetzt werden. Befolgen Sie immer die Anweisungen und beachten Sie die auf der Verpackung aufgedruckten Warnhinweise.