Sina Müller
Die eine Dachrinne am Haus kann aus verschiedenen Gründen anfangen zu tropfen. Der häufigste Grund ist der Verschleiß der Fugen in den verschiedenen Abschnitten der Dachrinne. Diese Fugen sind je nach Material, aus dem die Dachrinne besteht, unterschiedlich. Folglich gibt es verschiedene Möglichkeiten, eine Dachrinne selbst zu reparieren. Selten, aber nicht unmöglich ist die Beschädigung des Rinnenbodens. Hier können sich Löcher und anschließend Tropfwasser bilden. Ein weiterer möglicher Schaden ist die Verformung oder der Bruch der Haken, die die Dachrinne tragen. Dies kann beispielsweise durch das Gewicht von Schnee und Eis oder die Ansammlung von Schutt im Inneren der Dachrinne auftreten. Schließlich können aufgrund von Korrosion Löcher an den Fallrohren oder Verbindungen oder sogar eine Verstopfung der Rohre auftreten. In der folgenden Anleitung zeigen wir, wie sich eine Dachrinne einfach selbst reparieren lässt.
Vor der Durchführung von Reparaturen ist die Innenseite der Dachrinne immer zuerst gründlich zu reinigen. Unabhängig von der Art und dem Material der Dachrinne ist der Ablauf immer der gleiche. Auch wenn die Aufgabe einfach zu erledigen ist, sollte man sich vorab ausreichend absichern. Wichtig ist, sich zum Beispiel mit einem Seilen, Gurten oder anderen Mitteln vor einem Absturz zu sichern. Zusätzlich bieten rutschfestes Schuhwerk und eine stabilisierte, abgesicherte Leiter einen sicheren Halt.
Die Reinigung vor dem Reparieren der Dachrinne erfolgt mit einem Besen und einer Kehrschaufel. Hierbei sind alle Blätter und anderen Rückstände gründlich vom Boden der Dachrinne zu entfernen. Anschließend ist es wichtig, die Dachrinne mit Wasser zu übergießen, um sie gründlich von Verschmutzungen zu befreien. Bei dieser Gelegenheit lässt sich prüfen, ob die Fallrohre das Wasser schnell genug abführen oder ob der Durchfluss verstopft ist.
Bevor man die Dachrinne selbst zu reparieren beginnt, überprüft man die Dichtung bzw. Durchlässigkeit der Fugen an den einzelnen Dachrinnenabschnitten. Hierbei ist vor allem auf die Ecken und Anschlüsse zu den Fallrohren zu achten. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, Undichtigkeiten an den Schweißnähten von Dachrinnen aus diesen Materialien zu beheben; zum einen das Abdichten mit Spezialprodukten und zum anderen das Nachschweißen der Nähte. Sind die Schäden schwerwiegender, sollte man auch die Möglichkeit in Betracht ziehen, Elemente auszutauschen.
Es gibt zahlreiche Produkte auf dem Markt, mit denen sich Dachrinnen selbst reparieren und tropfende Fugen und Löcher abdichten lassen. Dabei handelt es sich in der Regel um Bitumenpasten. Diese ist zusammen mit verformbaren Stützbändern aufzutragen, was die Anwendung verstärkt und stabilisiert. Vor dem selbst Reparieren der Dachrinne sind die zu behandelnden Flächen gründlich mit einigen Spritzern WD-40 Multifunktionsprodukt zu reinigen. Überschüssiges Material kann man anschließend mit einem sauberen Lappen abwischen. Das Dichtungsmittel sollte einige Zentimeter über den undichten Bereich herausragen, um diese möglichst gut abzudichten. Zu jedem Produkt gibt es klare Erklärungen, was zu tun ist und wie lange die Arbeiten dauern. Es gibt auch Produkte für den Notfalleinsatz, welcher sogar im Regen und während die Dachrinne undicht ist, durchführbar ist.
Wenn die Fuge stark beschädigt ist, ist es am besten, sie komplett neu zu verschweißen. Bei Kupfer und verzinktem Blech, Zinnlegierung und Edelstahl ist ohnehin Weichlot verarbeitet. Bei der Verwendung von Weichlot mit Edelstahl ist es wichtig, spezielle Flussmittel mit bestimmten Eigenschaften zu verwenden.
– die Rezeptur muss auf Orthophosphorsäurebasis sein
– das Flussmittel muss völlig frei von Chloriden sein
Unerfahrene sollten die Dachrinne auf diese Weise besser nicht selbst reparieren, sondern diese Arbeit am besten einem professionellen Klempner überlassen.
Die verschiedenen Abschnitte der PVC-Dachrinne sowie Kurven und andere geformte Elemente sind durch speziellen Dichtungskleber verbunden. Diese können sich mit der Zeit abnutzen und sind dementsprechend zu reparieren. Sollte sich die Verbindung komplett lösen, repariert man diese, indem man eine großzügige Menge PVC-Dichtkleber aufträgt. Anschließend lassen sich die zu verbindenden Teile neu positionieren. Handelt es sich nur um Unterbrechungen, ist der Kleber über dem vorhandenen Kleber aufzutragen, um entstandene Lücken zu füllen.
Undichte Fallrohre sind auf die gleiche Weise selbst zu reparieren wie Dachrinnen. Jedoch sollte man sicherstellen, dass das Leck nicht durch eine Verstopfung im Inneren entstanden ist. Dies lässt sich feststellen, indem man eine lange runde Rohrbürste von oben einführt und nach unten drückt. So lässt sich eine eventuelle leichte Verstopfung auch gleich entfernen. Liegt eine etwas stärkere Verstopfung vor, lässt sich diese mit einer Sonde und Flüssigkeit beseitigen. Eine gute Lösung ist das Anbringen eines Schutznetzes über dem Eingang des Fallrohrs in der Dachrinne. Auf diese Weise lässt sich ein erneutes Verstopfen durch Laub und Schutt verhindern.
Sobald die Reparatur abgeschlossen ist, lohnt es sich, den Zustand der Dachrinnenhalterung und das Gefälle der Dachrinne zu überprüfen. Zum Beispiel können sich die Haken nach unten gebogen haben. In diesem Fall sind sie wieder in die richtige Position zu bringen. Auch die Schellen, die die Dachrinne halten, können gebrochen sein und sind dementsprechend zu erneuern. Bei der Überprüfung des Gefälles ist zu beachten, dass ein Gefälle von 1 % ausreichend ist. Dabei ist vom Kopf der Rinne bis zum Fallrohr auszugehen. Das Gefälle lässt sich durch leichtes Drücken und Biegen der Stützhaken einstellen.
Haftungsausschluss
Die für das WD-40 Multifunktionsprodukt dargestellten und beschriebenen Anwendungen wurden der WD-40 Company von den Anwendern selbst zur Verfügung gestellt. Diese Verwendungen wurden nicht von der WD-40 Company getestet und stellen keine Empfehlung für eine Verwendung durch die WD-40 Company dar. Bei der Verwendung von Produkten der Firma WD-40 sollte der gesunde Menschenverstand eingesetzt werden. Befolgen Sie immer die Anweisungen und beachten Sie die auf der Verpackung aufgedruckten Warnhinweise.