Sina Müller
Das Warten einer Bootsbatterie setzt voraus, dass das Gerät stets in der Lage sein muss, eine 12 Volt Spannung aufzubauen. Dies ist besonders wichtig beim Anfahren. Moderne Batterien sind versiegelt, ein Nachfüllen mit destilliertem Wasser wie früher ist somit nicht mehr nötig. Die Aufgabe des Bootseigners beschränkt sich daher auf die äußere Wartung der Klemmen und die ständige Aufrechterhaltung der Batterieladung.
Auf Booten sind standardmäßig wartungsfreie Blei-Säure-Batterien verarbeitet, der Einsatz von AGM- und GEL-Batterien ist daher die Regel.
Wenn die Batterie die Abkürzung AGM (Absorbed Glass Mat) trägt, bedeutet dies, dass sie im inneren Glasfaserplatten hat. Diese absorbieren Säure und halten sie zurück. Die Batterie ist luftdicht, wartungsfrei und ohne mögliches Auslaufen von Elektrolyten. AGM-Batterien sind ideal, da sie einen starken Startpunkt bieten, wenn ein hoher Spitzenstrom erforderlich ist.
Bei diesem Batterietyp ist der Elektrolyt ein Gel, das in einem versiegelten Fach untergebracht ist. Die Batterie ist wartungsfrei und besonders sicher. Dadurch bleibt das Gel auch bei plötzlichen Bewegungen oder geneigten Positionen des Bootes fest in der Batterie verschlossen. Sie ist ideal, wenn niedrigere und konstante Ströme über mehrere Stunden vonnöten sind.
Ein Elektronisches Ladegerät
Krokodilklemmen
Feines Schleifpapier
Eine Messingbürse
Isolierfett
Möchte man die Bootsbatterie warten, ist unabhängig vom Typ ein vollständiges Entladen der Batterie nicht empfehlenswert. Hier kann durch das Auslösen einer „Sulfatierung“, welches die internen Elemente beschädigt, die ganze Batterie Schaden tragen. Die Spannung einer vollständig geladenen Batterie, die mit einem Digitalmultimeter zu bewerten ist, beträgt:
– 12,7 V für Blei-Säure-Batterien
– 12,8 V für AGM-Batterien
– 12,8 V für GEL-Batterien.
Diese Spannung sinkt mit der Zeit auf 10,9 V ab, unterhalb derer die Batterie keine Energie mehr erzeugen kann. Daher ist es für das optimale Warten der Bootsbatterie ratsam, durch rechtzeitiges Laden, diese nie unter 12 V zu bringen.
Die erste Regel ist, die Batterie regelmäßig aufzuladen, vor allem, wenn man die Batterie nur begrenzt nutzt. Um die Bootsbatterie zu warten, ist ein gutes Ladegerät, das den Ladestrom entsprechend dem Bedarf der Batterie selbst dosiert, notwendig. Das Ladegerät versorgt die Batterie mit einem eher geringen Strom (etwa 1/10 der maximalen Batteriekapazität). Der Ladevorgang erfolgt dadurch langsamer, hat aber den Vorteil, dass dies die Platten nicht beschädigt. Nutzt man die Batterie nicht mehr, endet der Ladevorgang am Ladegerät automatisch. Es ist daher nicht notwendig, die Batterie aus dem Boot zu entfernen. Für die Nutzung klemmt man einfach die Pole ab und schließt die “Krokodil”-Klemmen des Ladegeräts an die Pole an.
Einen negativen Einfluss hat die Platzierung der Batterie in einer feuchten, salzhaltigen Umgebung. Durch die Feuchtigkeit entlädt sie sich schneller und die Kontakte können verschmutzen. Letzteres kann die Qualität der Kontakte zwischen den Batteriepolen und den Klemmen der Stromversorgungskabel verringern. Die Batteriepole (insbesondere die Pluspole) können in der Meeresumgebung leicht oxidieren, weshalb man sie aus den Klemmen lösen sollte. Das regelmäßige Warten der Bootsbatterie ist also unerlässlich.
Die Bootsbatterie zu warten heißt auch die Pole zu reinigen und mit sehr feinem Schleifpapier abzuschleifen. Danach sind diese mit einer Messingbürste zu reinigen, um Kratzer zu vermeiden. Anschließend unterzieht man auch die Klemmen einer Reinigung mit der Messingbürste. Um das Innere der Klemmen zu reinigen, lässt sich ein Tupfer oder ein Wattestäbchen verwenden.
Mit dem Reinigen folgt nun das eigentliche Warten der Bootsbatterie. Nach der Reinigung ist es empfehlenswert, etwas WD-40 SPECIALIST Kontaktspray auf die Pole und Klemmen aufzutragen. Hierfür ist die Dose vor dem Gebrauch gut zu schütteln und mit etwas Abstand auf die Pole aufzutragen. Außerdem ist draufzumachen, nicht direkt in enge Spalten zu sprühen, damit die das Produkt gut ausbreiten und verflüchtigen kann. Das Produkt dringt selbst schnell in schwer zugängliche Bereiche ein, trocknet schnell und rückstandsfrei. Außerdem ist es geeignet um Fett, Fettablagerungen und Schlamm effektiv zu beseitigen.
Das optimale Warten der Bootsbatterie eignet sich zusätzlich WD-40 Multifunktionsprodukt, da es Metall vor Rost und Korrosion schützt. Das Produkt dringt schwer zugängliche Stellen vor und sorgt somit dafür, dass die gesamte Oberfläche vor Feuchtigkeit geschützt ist. Bevor man die Schutzkappen wieder aufsetzt, ist ein spezielles Isolierfett aufzutragen. Dadurch bildet das Fett eine Schutzbarriere um die Klemmen und Pole. So verhindert es, dass die feuchte und salzhaltige Luft mit ihnen in Kontakt kommt und den Polen zusetzt.
Wenn man vorhat, das Boot längere Zeit nicht zu benutzen (z. B. Wintersaison) baut man Batterien am besten aus. Es empfiehlt sich eine Lagerung in einer trockenen Umgebung, in der die Temperatur nicht unter den Nullpunkt fällt. In dieser Zeit ist der Ladezustand regelmäßig zu überprüfen und gegebenenfalls nachzuladen. Dies ist ein wichtiger Teil, um die Bootsbatterie zu warten. Ansonsten könnte die Batterie über die Zeit der Einlagerung ihre Leistungsfähigkeit verlieren oder sogar komplett ihre Funktionsfähigkeit verlieren.
Haftungsausschluss
Die für das WD-40 Multifunktionsprodukt dargestellten und beschriebenen Anwendungen wurden der WD-40 Company von den Anwendern selbst zur Verfügung gestellt. Diese Verwendungen wurden nicht von der WD-40 Company getestet und stellen keine Empfehlung für eine Verwendung durch die WD-40 Company dar. Bei der Verwendung von Produkten der Firma WD-40 sollte der gesunde Menschenverstand eingesetzt werden. Befolgen Sie immer die Anweisungen und beachten Sie die auf der Verpackung aufgedruckten Warnhinweise.