Nach der ersten Bestandsaufnahme ging es ans Eingemachte: Jetzt musste der Camaro Farbe bekennen und alles raus, was zu überholen oder ersetzen war, beziehungsweise einer fachmännischen Instandsetzung im Wege stand.

Mit dem Ausbau der Innenausstattung konnte das Schlachtfest beginnen:

Durchgesessen: Vom Fahrersitz bis zur Rückbank war an Polsterung und Federung nicht mehr viel dran. Deshalb kamen alle Sitze zum Sattler, wurden perfekt aufgepolstert und mit neuen Bezügen bestückt

Unansehnlich: Wegen Abrieb, Kratzer und Dellen im übrigen Innenraum erging es den Teppichen, der Mittelkonsole, der Tür- und Seitenverkleidung genauso: Was der Sattler retten konnte, wurde restauriert, was nicht ersetzt.

Durchblick: Beim Ausbau der Scheiben war Vorsicht geboten. Schließlich sollten diese nicht zu Bruch gehen und die Dichtungsgummis weitgehend erhalten bleiben.

Nackte Tatsachen: Der 77er musste weitere Federn lassen. Türen, Motorhaube und Kofferraumdeckel wurden zur Generalüberholung abgeschraubt und ausgebaut.

Juhu: Keine bösen Überraschungen, wie so oft beim Ausbau von Stoßstangen. Hier versteckten sich weniger Makel als gedacht, stattdessen war alles recht gut erhalten. Det und seine Crew konnten aufatmen.

Blendwerk: Bei der Beleuchtung versteht die deutsche StVO keinen Spaß: Alle Lampen mussten raus. Später wurden die Einfassungen für die Vorderlichter getauscht, während die Rücklichter komplett gewechselt werden mussten.

Abgeschminkt: Die Frontmaske und alle anderen Anbauteile kamen runter, jedes abgebaute Teil wurde eingehend geprüft, ob es noch zu gebrauchen ist oder ersetzt werden muss. Schließlich wollten wir den Camaro so original wie möglich belassen.

Gründlichkeit hat ihren Preis: Der Camaro ähnelte zwischenzeitlich eher einem Trümmerhaufen als einem Liebhaberfahrzeug. Aber die Vision war klar: Der Klassiker soll nicht nur optisch überzeugen, sondern auch zuverlässig Fahrspaß vermitteln. Wir waren auf dem Weg…